Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner. Nirgends zu Hause -- und auf dem längsten Trail der Welt. Eine junge Wissenschaftlerin, ein angeblicher Halbindianer und ein Drogensüchtiger für sie alle ist der Appalachian Trail die letzte Chance. Simone muss ihren verweichlichten Freund abschütteln und ihr Bedürfnis, Menschen aus großer Höhe hinabzustoßen. Richard kämpft gegen seine Alkoholsucht. Taz wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen. Die drei durchstreifen einzigartige Landschaften, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Neid, Hass und Tod. Und immer wieder stellt sich ihnen die große Frage: Kann der Mensch sich ändern? Fern von der Zivilisation zu sein, ist eine spirituelle Erfahrung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2014
Ernüchtert kehrt Oliver Pfohlmann zurück von dieser Tour auf dem Appalachian Trail. Was der Autor hier in seinem Debütroman recht knapp verhandelt, ist für Pfohlmann zwar nicht weniger, als der Versuch einer Läuterung von Sünde und Verbrechen, erzählerisch jedoch geht der Text wohl eher in Kinderschuhen. Außer ein paar wenigen Naturbeschreibungen kann der Rezensent nicht viel entdecken. Der Autor, mutmaßt er, setzt auf die Figuren als Träger philosophischer Gewissheiten, etwa derjenigen, dass der Mensch moralisch indifferent sei und zum Guten wie zum Bösen fähig.
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