Andre Bretons "Nadja" von 1928 ist eine der unvergessenen Grundsteinlegungen des Surrealismus. Im Zentrum des Romans steht die Begegnung Bretons mit "Nadja" im Oktober 1926.Es waren nur zehn Tage, in denen der surrealistische Begriff von Liebe entstehen sollte. Nadja war keine Fiktion, sie hier Leona Delcourt. Geboren 1902, starb sie 1941 in einer psychiatrischen Anstalt, in die sie ein halbes Jahr nach der Begegnung mit Breton eingewiesenw orden war.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2014
Andre Bretons Roman "Nadja" zusammen mit den hier vorgelegten Dokumenten, Botschaften, geheimnisvollen Sätzen, Briefen und Zeichnungen aus der Hand der wirklichen Nadja, alias Léona Delcourt aus Lille, zu lesen, ist für Franziska Meier ein besonderes Vergnügen. Den Romantext gewinnt sie so etwas "Objektives im Wunderbaren" ab. Dass Nadja keine surrealistische Kunstfigur ist, wusste die Rezensentin zwar schon, den lebendigen Menschen hinter der literarischen Gestalt erblickt sie jedoch erst jetzt, ein Frauenschicksal im gesellschaftlichen Korsett seiner Zeit.
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