Frauenvereine waren im 19. Jahrhundert äußerst populär. Ein dichtes Netz spannte sich von Stadt zu Stadt. Vor allem bürgerliche Frauen nutzten den Verein, um sich Zugänge zu öffentlichem Gestaltungsraum zu verschaffen. Ihre vielfältigen Aktionen waren überaus erfolgreich. Bald begannen sie die Wahrnehmung und Deutung von Frausein zu verändern, Einfluss auf "Kultur und Sitte" auszuüben und ihre Interessen zu vertreten ? Autorinnen aus fünf Ländern beleuchten die Vereinstätigkeit in den bürgerlichen Zivilgesellschaften der westlichen Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.07.2002
Was wäre die Zivilgesellschaft von heute ohne die Frauenbewegung, fragt Ute Planert. Dass diese Frage einen festen Platz in der Betrachtung der Gesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts haben sollte, hat die Rezensentin nach der Lektüre des von Rita Huber-Sperl herausgegebenen Sammelbandes mit Fallstudien aus den USA, Großbritannien, Frankreich und dem deutschsprachigen Raum erkannt. Standen zu Beginn der Zusammenschlüsse von Frauen - meist in Vereinen - meist religiöse Motive im Vordergrund, so schlug dies oft im Verlauf der jeweiligen Gruppenentwicklung in Forderungen nach einer besseren Ausbildung und politischer Gleichberechtigung um, referiert die Rezensentin ihre Erkenntnisse. Am Band selbst hat Planert nichts auszusetzen und empfiehlt ihn gerade Frauen von heute. Die seien nämlich angesichts einer absehbaren "Erosion der Sozialsysteme" "gut beraten", sich die Ideen und die Reformlust ihrer Vorkämpferinnen deutlich vor Augen zu führen.
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