Mit 80 schwarz-weiss Abbildungen und zahlreichen Tabellen. In den letzten Jahren hat sich der weltweite Kampf um das Öl verschärft. Nicht von ungefähr sind die Länder mit den größten bekannten Vorkommen dieses wichtigen Rohstoffes wie der Irak oder die Gegenden um das Kaspische Meer zu Dauerkrisengebieten der Weltpolitik geworden. Zugang zu genügend Erdöl ist eine der wichtigsten Voraussetzungen moderner Industriestaaten geworden, und in kaum einer anderen Branche kann soviel Profit gemacht werden wie beim Geschäft mit dem 'schwarzen Gold'. Daher ist es kein Wunder, wenn Kreise des Großkapitals skrupellos sogar Kriege vom Zaun brechen, um an die großen Ölreserven unserer Erde heranzukommen. Öl ist Macht und verschafft unermeßlichen Reichtum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2006
Der Rezensent Jürgen Elvert scheint von der Lektüre dieses Buches enttäuscht zu sein. "Der Kampf um das Öl" hat seine Erwartungen nicht erfüllt. Robert Motzkuhn biete zwar einige interessante Argumente auf, ließe aber andererseits die Frage nach den langfristigen Konsequenzen der Ölnutzung völlig außen vor. Das Buch sei eine Zusammenstellung von einzelnen Aufsätzen zum Thema, die aber weder zu einer Gesamtkomposition verbunden sind noch wesentlich mehr vermitteln als einen recht groben Abriss der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens. Die historische und umfangreiche Analyse der Bedeutung des Öls für die Region sucht der Rezensent vergebens. Darüberhinaus verleidet ihm der ungeordnete Aufbau des Buches die Lektüre. Zum Zusammenhang von Wirtschaft und Politik im Allgemeinen bieten die einzelnen Texte laut Elvert doch einige lohnende und "provokative" Gedanken, und auch mit der von dem Wirtschaftswissenschaftler geforderten Harmonisierung der Energiepolitik kann sich Elvert anfreunden.
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