Timm Koch

Das Supermolekül

Wie wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern
Cover: Das Supermolekül
Westend Verlag, Frankfurt am Main 2019
ISBN 9783864892400
Kartoniert, 176 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Man kann Brennstoffzellen für Autos mit Wasserstoff antreiben oder Minikraftwerke, die Wohnhäuser gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgen. Bereits heute werden mit ihm Ariane-Raketen ins Weltall geschossen und in Zukunft könnte er in Düsenflugzeugen das Kerosin ersetzen. Seine günstigen Eigenschaften als Speichermedium prädestinieren den Wasserstoff zum klimaneutralen Energieträger der Zukunft. Doch statt diese Technologie mit Hochdruck voranzutreiben, werden weiterhin Pipelines für ?l und Gas gelegt und durchgiftiges Fracking noch das letzte Quäntchen ?l und Gas aus dem Bauch der Erde gepresst. Timm Kochs Analyse der Wasserstofftechnologie erklärt den neuesten Stand der Technik und liefert überzeugende Argumente, wie Wasserstoff zum Zukunftsretter werden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2019

Susanne Preuß bedauert, dass Timm Koch bei der Behandlung seines Herzensthemas nicht die Ruhe bewahrt, sondern immer wieder polemisch gegen die Energielobby wettert. Das könnte potenzielle Leser abschrecken, befürchtet sie, und das wäre umso bedauerlicher, als Kochs Buch über das Wunder Wasserstoff eigentlich jede Menge Grundlagenwissen vermittelt, und zwar schlau und zugleich eingängig, wie Preuß findet. Dass der Autor als Philosoph und Filmemacher gar nicht vom Fach ist und das Thema von seinen persönlichen Erlebnissen her angeht, scheint der Rezensentin sogar reizvoll. Wenn der Autor sich mit Biochemikern und Unternehmern unterhält, die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Wasserstoffs diskutiert und seine Erkenntnisse im Reportagestil darbietet, ist Preuß ganz Ohr. Ein toller Überblick zum Thema, meint sie, jedoch eher unsystematisch.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 14.08.2019

Rezensent Gerrit Stratmann lernt von Timm Koch alles über die klimafreundlichen Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung. Wenn überschüssige Windkraft zur Herstellung von Wasserstoff benutzt werden würde, könnten Autos damit fahren und als Abfallprodukt bliebe nur sauberes Wasser. Stratmann liest aber auch, dass diese Technologie seit zwanzig Jahren von den Stromkonzernen verschleppt würden und Autobauer lieber die hohen Subventionen für umweltschädliche Batterien kassierten. Beurteilen will Stratmann Kochs Ausführungen nicht, er nennt sie am Ende etwas lahm "lebendig und meinungsstark".

Beliebte Bücher

Nelio Biedermann. Lázár - Roman . Rowohlt Berlin Verlag, Berlin, 2025.Nelio Biedermann: Lázár
Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…
Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…
Florian Illies. Träume aus Feuer - Der Alchemist von der Pfaueninsel. Bastei Lübbe Verlag, 2026.Florian Illies: Träume aus Feuer
Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…