Herausgegeben von Werner Dressendörfer. Mit 33 farbigen Bildtafeln. Im Jahr 1799 erschien der erste Teil eines Werks, das zu einem der bemerkenswertesten Exemplare der botanischen Illustration werden sollte, die je veröffentlicht wurden. Seit der Publikation von Robert John Thorntons "The Temple of Flora" sind zwei Jahrhunderte vergangen, doch bis heute haben die Tafeln nichts an ihrem Reiz verloren. Obwohl Thornton (ca. 1768-1837) Mediziner war, galt seine ganze Leidenschaft der Botanik. Wenige Jahrzehnte zuvor hatte Carl von Linne sein revolutionäres Klassifizierungssystem geschaffen, das bis heute die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Wissenschaft bildet. Thornton verehrte den herausragenden schwedischen Wissenschaftler, und mit seinem Temple of Flora wollte er dem großen Botaniker ein Denkmal setzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2008
Dieses Buch hat seinen Initiator ruiniert. Man weiß nicht viel über die Anfänge des Botanik-Liebhabers Robert John Thornton. Dass er aber als Erbe eines Vermögens überraschend zu Geld kam, das ist gewiss. Dass er dies Geld aufwenden wollte, um die Linne?schen Erkenntnisse zur Taxonomie der Pflanzen üppig zu illustrieren, davon zeugt dieses Buch. Leider zeugt es, da nur 28 der geplanten 70 Illustrationen ausgeführt wurden, auch davon, dass Thornton auf dem Weg zur Vollendung sein Vermögen verlor und verarmte. Ein Prachtband ist es trotzdem - und wie die Illustratoren der Pflanzenwelt durchaus unanständige Ansichten abgewannen, davon kann man sich, versichert die Rezensentin Julia Voss, nun mit eigenen Augen überzeugen.
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