Herausgegeben von Dominik Erdmann und Oliver Lubrich. Mit 300 farbigen Abbildungen. Der Naturforscher Alexander von Humboldt ist weithin bekannt. Dieser Band bietet erstmals die Möglichkeit, auch sein künstlerisches Werk zu entdecken. Denn als Botaniker, Zoologe und Anatom zeichnete Humboldt Pflanzen, Tiere und Körperdetails. Als Geograf und Kartograf erfasste er die Konturen von Gebirgen, Flüssen und Kontinenten. Als Reisender skizzierte er Menschen, Gebäude und Landschaften und mit seinen Diagrammen, Isolinien und Gebirgsprofilen war er ein Pionier der Infographik. Zum ersten Mal können nun bisher unveröffentlichte Zeichnungen, die in seinem Nachlass in Berlin und Krakau erhalten sind, gedruckt werden. Sie geben Einblicke in Humboldts Zeichenwerkstatt und in die graphische Dimension seiner Wissenschaft.
Für den Rezensenten Michael Pilz steht fest: Alexander von Humboldt konnte nicht anders, er musste einfach alles zeichnen, um es sich zu vergegenwärtigen. Humboldts zeichnerisches Werk bietet für Pilz daher auch ein Bild der Welt, die Übersetzung der Natur in kulturelle Zeichen. Ob Faultier, Seekuh oder Zitteraal, jede Zeichnung atmet für Pilz Wissenschaft, nicht das Ego des Urhebers. Die Genauigkeit der Arbeiten verblüfft den Rezensenten, die Bilder hauen ihn um, auch nach 200 Jahren noch, die bekannten wie die weniger bekannten.
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