Robert Musil

Der Mann ohne Eigenschaften

Remix, 2 MP3-CDs
Cover: Der Mann ohne Eigenschaften
DHV - Der Hörverlag, München 2013
ISBN 9789783844506
CD, 79,99 EUR

Klappentext

2 MP3-CDs, Laufzeit: 1160 Minuten. (Diese Ausgabe kam bereits im Jahr 2005 auf 20 CDs heraus.) Zusammen mit dem Belleville Verlag. Mit Begleitbuch auf CD-ROM. Bearbeitet von Katarina Agatos und Herbert Kapfer, Regie: Klaus Buhlert, Sprecher: Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Sepp Bierbichler und Sunnyi Melles und andere. Diese kombinierte Buch-/Hörbuchedition zeichnet als Remix ein großdimensioniertes Gesamtbild des unabgeschlossenen Jahrhundert-Romans von Robert Musil. Nicht nur die zu Lebzeiten des Autors veröffentlichten Romanteile, sondern auch der wissenschaftlich aufgearbeitete Nachlass Robert Musils bilden die Grundlage dieses Projekts. Die Produktion beinhaltet erzählerisch und szenisch inszenierte Texte und Entwürfe Musils sowie Beiträge von namhaften Kritikern, Literaturwissenschaftlern und Schriftstellern wie Elfriede Jelinek, Roger Willemsen, Alexander Kluge, die den Mann ohne Eigenschaften in die Gegenwart fortschreiben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2013

Mit gemischten Gefühlen bespricht Rezensent Martin Maurach diese Hörbuch-Edition von Robert Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften". Im Grunde genommen gefällt dem Kritiker die Idee des Regisseurs Klaus Buhlert, den Roman als "Remix" zu inszenieren, in dem der autorisierte Text nahezu zufällig, aber ausgesprochen sorgfältig mit Nachlasskommentaren, wissenschaftlichen Kommentaren, Interviews und Essays neu angeordnet wurde. Manche Textstelle wird dem Kritiker erst durch diese neue Text-Komposition besonders deutlich: Nie wurde der Kontrast zwischen dem prätentiösen Idealmenschen Arnheim und dem Bankprokuristen Fischel offensichtlicher als in dieser Lesung, so Maurach. Auch von dem großen Ensemble an Schauspielern, die dem Text ihre Stimmen verleihen - beispielsweise Ullrich Matthes, Joseph Bierbichler, Manfred Zapatka oder Angela Winkler - ist der Rezensent ganz angetan. Matthes etwa beherrsche vorbildlich Musils zwischen Pathos, Satire und Ironie changierende Sprache, schreibt der Kritiker. Dennoch muss er gestehen, dass ihm der ein oder andere Einschub - etwa Alexander Kluges und Volker Schlöndorffs Fortschreibung des Romans in die Gegenwart - nicht unbedingt notwendig erscheint.
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