Die gesellschaftliche Linke steckt seit Jahren in der Krise und schafft es nicht, sich als Alternative für Deutschland zu etablieren. Daran hat natürlich auch die neoliberale Kampagne gegen linke Politik einen Anteil, aber Roberto De Lapuente zeigt in seiner kritischen Analyse auch, dass viele Probleme der Linken hausgemacht sind: Ausladende Gender-Debatten und ewige Marx-Exegesen, aber vor allem die Selbstgefälligkeit und Abgehobenheit, mit der sich manche Linke präsentieren, vergraulen selbst diejenigen, die eigentlich zur Stammklientel gehören sollten. Um wieder mehrheitsfähig zu werden, fordert De Lapuente eine Rückbesinnung auf alte Stärken und einen neuen, ergebnisoffenen Diskurs mit allen Beteiligten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2018
Rudolf Walther bekommt nichts als "platte Blog-Schäumerei" bei Roberto J. De Lapuente. Nach 200 Seiten weiß er sicher, dass De Lapuentes Unmut keinesfalls zwischen Buchdeckel gehört. Schon gar nicht, wenn sie ihre Botschaft bereits im Titel trägt, ohne dann Belege oder Argumente zu liefern. Geschwätzig, im Ergebnis bieder, ohne jede echte Analyse der Gründe, warum SPD und Linkspartei keine politische Alternative bieten, vor allem aber mit sprachlichen und gedanklichen Fehlern auf jeder Seite kommt der Text laut Walther daher. Nichts als ärgerlich, findet er.
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