Roger Penrose

Zyklen der Zeit

Eine neue ungewöhnliche Sicht des Universums
Cover: Zyklen der Zeit
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2011
ISBN 9783827428011
Gebunden, 368 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

In "Zyklen der Zeit" entwirft Roger Penrose eine völlig neue Betrachtungsweise der Kosmologie - mit überraschenden Antworten auf die oft gestellte Frage: Was war vor dem Urknall? Der Schlüssel zu dieser neuen Penrose-Kosmologie sind der berühmte Zweite Hauptsatz der Thermodynamik dem zufolge die Unordnung der Welt insgesamt ständig zunimmt und die Lichtkegel-Geometrie der Raumzeit die die Grenzen der beobachtbaren Vergangenheit und Zukunft bestimmt. Penrose verknüpft in diesem Buch beide physikalischen Prinzipien in einem kosmologischen Entwicklungszyklus, in dem das erwartete Ende unseres immer schneller expandierenden Universums als Urknall eines neuen Kosmos gedeutet werden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.09.2011

Für Ulf von Rauchhaupt ist der englische Physiker Roger Penrose ohnehin einer der "kreativsten, originellsten" und "eloquentesten" mathematischen Physiker der Zeit. Jetzt hat der emeritierte Oxford-Professor ein Buch zur Urknalltheorie geschrieben, das nicht nur durch überprüfbare Aussagen besticht, sondern mit einfallsreichen Theorien auch die Idee vom zyklischen Universum zu halten vermag, wie der Rezensent lobt. Auch wenn der Autor dem Laien einiges abverlangt, denn auf komplizierte Formeln und abstrakte Gedanken muss er sich hier einlassen, dürfte er Penroses Hypothesen folgen können, glaubt Rauchhaupt. Der Rezensent fasst verständig Penroses Vorschlag, wie aus dem physikalisch gesehen extrem einförmigen Urknall-Szenario ein nur aus Strahlung bestehendes endzeitliches Universum entsteht, zusammen. Auch den Clou, wie der Autor daraus die Möglichkeit einer zyklischen Universumsentwicklung ableitet, zeichnet der Rezensent nach und wenn er auch davon ausgeht, dass sich diese Theorie niemals empirisch belegen lassen wird, so kann Rauchhaupt sie wissenschaftlich dennoch gelten lassen, nicht zuletzt, weil sie wohl genauso wenig "widerlegt werden" kann.
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