Kapitalismus ist kein Konstrukt, kein bewusst entworfenes System, sondern die natürliche Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft diesseits der Steinzeit und der Feudalherrschaft. Wenn eine hinreichende Menschenzahl verstehen lernt, was Kapitalismus ist, wird die Zivilisation überleben. Wenn es beim weitverbreiteten Unverständnis bleibt, wird die Erde bestenfalls zu einem riesigen Gulag, schlimmstenfalls zu einem Großfriedhof. Roland Baaders Analyse macht es jedermann leicht, die Grundlage unserer Existenz zu erkennen und zu verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.02.2006
Erfreut zeigt sich Detmar Doering über dieses "flammende Plädoyer für die Marktwirtschaft", das der Wirtschaftspublizist Roland Baader vorgelegt hat. Mit großer Zustimmung folgt er dem eingefleischten Apologeten eines reinen Kapitalismus, für den es völlig unverständlich ist, dass - nach dem Untergang des Sowjetkommunismus - Kapitalismus, Neoliberalismus und Globalisierung heute wieder in der Kritik stehen. Er bescheinigt Baader, mit "Vehemenz und Verve" gegen die "kulturelle Hegemonie der Antiliberalen" zu kämpfen. Überzeugt hat ihn dabei Baaders Verteidigung von Konzepten wie Profit als das einzige Mittel, um Arbeit zu schaffen, der freie Unternehmer als Motor der Wirtschaft, das Kapital als eigentliche Dienerin des Gemeinwohls und die fortschreitende Globalisierung als Segen für die Menschen in aller Welt. Alles in Allem kann Doering das Buch nur empfehlen, auch wenn viele Gedanken aus früheren Publikationen Baaders enthalte. "Denn", so der Rezensent, "gegen alteingesessene Vorurteile kann man gar nicht oft genug anrennen".
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