1981 wird ein junger Student der Zahnmedizin bei Vorbereitungen zur Republikflucht gefaßt und kurz darauf zu zwanzig Monaten Haft verurteilt. Da er sein Studium bereits abgeschlossen hatte, darf er nach einiger Zeit im Haftkrankenhaus in seinem Beruf arbeiten. Dabei hat er keine Wahl: Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder werden zu seinen Patienten und helfen ihm als Assistenten im Behandlungszimmer. Um inneren Abstand zu den Geschehnissen zu gewinnen und gleichzeitig nichts davon zu vergessen, beginnt er, auf winzigen Zetteln Notizen über das Haftgeschehen hinauszuschmuggeln ? die Grundlage für das vorliegende Buch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Ein Zahnarzt träumte von Papua-Neuguinea. Aber dummerweise lebte er in der DDR. Er versuchte zu fliehen und wurde ins Gefängnis zu Schwerverbrechern gesteckt. Gangolf Seitz schildert in seiner Rezension, wie erst hier Garves Bild von der DDR endgültig erschüttert wurde. Das System hatte es seiner Öffentlichkeit schlicht verschwiegen, dass es in ihm auch Mörder gab. Seitz findet diesen "Bericht über einen Aspekt der untergegangenen DDR" bewahrenswert.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…