Im September 2016 hat sich Rolf Peter Sieferle das Leben genommen.
Unserem Verlag hinterließ er ein Kaplaken: "Finis Germania". In 30 Miszellen steckt Sieferle die deutsche Lage ab - von Deutscher Sonderweg und Siegerperspektive über Politiker und Intellektuelle bis zur Logik des Antifaschismus.
Eckhard Fuhr hat dem posthum herausgegebenen Pamphlet des Historikers Rolf Peter Sieferle einiges vorzuwerfen: neben "völkisch verbohrtem" und offen rechtsextremem Gedankengut nicht zuletzt Etikettenschwindel. Denn anders als von Herausgeber Raimund Kolb dreist behauptet, enthält der Band laut Fuhr keine provokant zugespitzte Reaktion auf gegenwärtige Krisen, sondern schlicht "Abgestandes und Abgeschmacktes", das womöglich vor Jahrzehnten geschrieben wurde. Dass sich ein solches Machwerk jetzt zum Verkaufsschlager entwickelt, ärgert den Rezensenten gewaltig.
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