Romina Nikolić erzählt von Verwurzelung der Menschen mit einer Landschaft, vom sprichwörtlichen "Unterholz" ihrer Herkunft aus dem südlichsten Zipfel Thüringens. Die Autorin fügt dabei scheinbar schwer Vereinbares wie den urigen Sound des Thüringer Walds mit dem von Popsongs, das Märchenhafte wie auch Entwaffnende im Blick auf den Ursprung mit der Ästhetik von Videoclips in eins. Einfühlung und Aufbegehren finden sich in dieser Kunst, gepaart mit Witz und Abgründigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2023
Rezensentin Marica Bodrozic empfindet "poetisches Glück" beim Lesen von Romina Nikolićs Gedicht, das nun unter dem Titel "Unterholz" erschienen sind. Mit dieser Lyrik blickt sie in die Kindheit der Autorin zurück und reist so an einen Erinnerungsort von "funkelnder Kraft". Nicolićs Sprache erzeuge eine nahezu meditative Atmosphäre: Die allerkleinsten Wesen der Fauna sind hier präsent, so die Rezensentin, Käfer und Insekten tummeln sich, die Natur erscheint in von Stille geprägten Bildern als Gegensatz zur Menschenwelt: "Die schattigen Senken, tief im Wald/wo die Schreie schnell verhallen". Ihre Sprache ist dabei von "eigensinniger Schönheit", schwärmt die Kritikerin, fast kann sie das Moos des Waldes riechen. Hinter all dem erschafft die Autorin ein göttliches Wesen als alles durchdringendes Bewusstsein, so die hingerissene Kritikerin.
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