Die kleine Geschichte von Jürg Schubiger - entdeckt im Nachlass des großen Schweizer Autors - blickt in eine ferne Nacht. In eine Zeit, in der noch alles heil ist und ewig dauert. Adam und Eva liegen auf einem Polster aus Moos und schauen in die Sterne, dicht wie Schneeflocken. Um sie herum alles, was sie brauchen und mehr. So groß ist die Fülle, dass Eva es mit einem Mal überhat: Ewig dieses Paradies, diese Gnus und Kakadus - uns bleibt ja nichts zu wünschen übrig! Ratlos sieht Adam ihre Tränen und zu seiner eigenen und Evas Überraschung macht er plötzlich eine Erfindung: den Kuss. Paradiesisch, flüstert Eva. Illustratorin Rotraut Susanne Berner hat sich einmal mehr von Jürg Schubiger inspirieren lassen: Parallel zu seiner Erzählung aus dem Paradies entfalten ihre grandiosen Bilder eine ganze, leuchtende Schöpfungsgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.06.2022
Rezensentin Marlene Zoehrer freut sich ungemein über die Entdeckung von Jürg Schubigers Schöpfungsgeschichte in dessen Nachlass und über Rotraut Susanne Berners herrliche Illustrationen dazu. Ganz wie man es von Schubiger kennt, richtet sich auch "Eines Nachts im Paradies" nicht nur an junge Leserinnen und Leser, stellt Zoehrer fest, sondern animiert auch Erwachsene dazu, gemeinsam mit Kindern zu philosophieren. Denn die Fragen, die hier auf anschauliche, wunderbar "scharfsinnige" Weise aufgeworfen werden, gehen uns alle an, immer wieder, andauernd.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2022
Rezensent Fridtjof Küchemann scheint entzückt von Jürg Schubigers Schöpfungsgeschichte mit den Tempera-Illustrationen von Rotraut Susanne Berner. Allerdings muss der Leser auf Verunsicherung gefasst sein, wenn Schubiger von Adam und Eva erzählt, warnt Küchemann. Die beiden entdecken nämlich nicht die Erkenntnis, sondern die erlösende Kraft des Kusses. Dass die Malereien von Berner den Schöpfungsmythos sanft mit Bildern von der Evolution, von Kaulquappen und Einzellern begleiten beziehungsweise , gefällt Küchemann als kleiner Twist ganz ausgezeichnet. Jüngere Leser werden sich gern mit kundiger Begleitung durch dieses Gewimmel ihren Weg bahnen, meint der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.04.2022
Rezensentin Kim Kindermann hält die neue Kollaboration des Autors Jürg Schubiger und der Illustratorin Rotraut Susanne Berner für ein sinnliches wie philosophisches Fest nicht nur für Kinder. Kongenial schreibt bzw. malt das Duo über existenzielle Fragen, indem es die Geschichte von Adam und Eva neu erfindet - als Disput über die Ewigkeit, das Beginnen, das Leben und die Liebe, so Kindermann. Das Lapidare der Texte und die farbige Fantasie der Bilder fesseln Kindermann von Anfang bis Ende.
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