Roy Porter

Die Kunst des Heilens

Eine medizinische Geschichte der Menschheit von der Antike bis heute
Cover: Die Kunst des Heilens
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2000
ISBN 9783827404725
Gebunden, 818 Seiten, 50,11 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Jorunn Wissmann. Porters monumentales Buch verknüpft in geschickter Weise zwei Ansätze der Medizingeschichte miteinander. Zum einen stellen kurze, prägnante Portraits jene vielfältigen Persönlichkeiten vor, deren Leistungen für die stetige Entwicklung der Medizin von entscheidender Bedeutung waren. Zum anderen gelingt es dem Autor zugleich, jede Phase dieser komplexen Geschichte in ihren politischen, sozialen und demographischen Rahmen zu stellen. Dieser duale Ansatz spannt sich von den Berichten über die medizinische Praxis im alten Griechenland, in China und in Indien über die arabisch-islamische Periode und das Mittelalter hinweg bis zur Medizin der Gegenwart. Porter stellt die aktuelle medizinische Landschaft in eine breite historische Perspektive. Sein Buch ist spannendste Unterhaltung für alle (medizin)historisch Interessierten und Pflichtlektüre für all jene, die sich der schweren Aufgabe gewidmet haben, die Ziele der medizinischen Tätigkeit für die Zukunft neu zu definieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2000

Robert Jütte beklagt zunächst den traurigen Zustand der deutschen Medizingeschichte, die daran allerdings wegen mangelnder Popularität ihrer Arbeiten selbst Mitschuld trage, um dann mit großer Geste auf diese "fulminante Weltgeschichte" der Medizin hinzuweisen, die aus der Feder eines britischen Historikers stammt. Im Grunde lobt Jütte alles an dem Band: dass die chinesische und indische Medizin gewürdigt werden ebenso wie die Darstellungen der großen Fortschritte der europäischen Medizingeschichte, die aber zugleich immer auch in einen allgemeinen und sozialgeschichtlichen Kontext eingebettet würden. Deutschland kommt Jütte ein wenig zu kurz, aber andererseits, so merkt er an, fehle es nicht an großen Darstellungen der deutschen Medizingeschichte und der Medizin in der Nazizeit. Lob spendet Jütte dem Autor auch dafür, dass seine Bilanz nach 4000 Jahren Medizingeschichte "nüchtern" ausfällt. Nicht nur den Ärzten, sondern auch den Patienten legt Jütte das Buch abschließend ans Herz.
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