Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2000
Geteilter Meinung ist Franz Schandl hinsichtlich dieses Bandes. Einerseits begrüßt er, dass die Autoren aufgrund ihrer Untersuchungen einräumen, dass es den Österreicher nicht gibt. Andererseits sei auch dieser Band nicht frei von Klischees. Schandl nennt dafür das Beispiel des "urösterreichischen Hangs zum Raunzen" und die "Mir san mir"-Einstellung vieler Österreicher. Gleichzeitig erläutert Schandl, was genau gemeint ist und lässt damit durchblicken, dass er diese Klischees andererseits für nicht ganz aus der Luft gegriffen hält. Insgesamt findet er, dass sich das Buch durch eine "verharmlosende Sicht der ansässigen Spezies" auszeichnet. So werde etwa der Heuchelei, insbesondere Touristen gegenüber, nicht ausreichend Rechnung getragen. Er lobt jedoch den außerordentlichen Unterhaltungswert des Bandes und besonders die "köstlichen" Nestroy-Zitate, die den Kapiteln vorangestellt sind.
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