Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2000
Geteilter Meinung ist Franz Schandl hinsichtlich dieses Bandes. Einerseits begrüßt er, dass die Autoren aufgrund ihrer Untersuchungen einräumen, dass es den Österreicher nicht gibt. Andererseits sei auch dieser Band nicht frei von Klischees. Schandl nennt dafür das Beispiel des "urösterreichischen Hangs zum Raunzen" und die "Mir san mir"-Einstellung vieler Österreicher. Gleichzeitig erläutert Schandl, was genau gemeint ist und lässt damit durchblicken, dass er diese Klischees andererseits für nicht ganz aus der Luft gegriffen hält. Insgesamt findet er, dass sich das Buch durch eine "verharmlosende Sicht der ansässigen Spezies" auszeichnet. So werde etwa der Heuchelei, insbesondere Touristen gegenüber, nicht ausreichend Rechnung getragen. Er lobt jedoch den außerordentlichen Unterhaltungswert des Bandes und besonders die "köstlichen" Nestroy-Zitate, die den Kapiteln vorangestellt sind.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…