Agilität und Design Thinking, Holacracy und Beyond Budgeting ... Ja, es ist schon wieder eine Methodensau unterwegs durchs Management-Dorf. Es ist die neueste, aber bei Weitem nicht die erste ihrer Gattung. Es wurden schon viele durchgetrieben. Und erneut keimt in Managern die Hoffnung: Wenn sie diese Sau für sich erlegen, wird ihr Unternehmen für die Zukunft gerüstet sein. Diesmal ist es wirklich die große innovative Idee, die alles verändern wird. Aufruhr entsteht - leider aber auch zu oft ein enormer Flurschaden. Denn der Wahnsinn, in den die vielen Treibjagden ausarten, kommt Unternehmen teuer zu stehen. Die entstandene Methodengläubigkeit grenzt geradezu an Wahnsinn, weil keine rationale Abwägung mehr dahintersteht.
Sabine Dietrich analysiert in ihrem neuen Buch, wie und warum sich Unternehmen heute blind in immer neue Methoden treiben lassen. Sie identifiziert die Merkmale dieser Treibjagd, ihre Treiber und auch ihre verheerenden Folgen auf Menschen und Organisationen. Darüber hinaus bietet sie einen klaren Ansatz, wie Verantwortliche aus dieser unheilvollen Hatz aussteigen und souverän ihren unternehmensspezifischen Ansatz entwickeln können.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.07.2019
Besonders in den letzten Jahren, lernt Rezensent Sergio Aiolfi aus diesem Buch, hat die Masse an Management-Moden stark zugenommen, bei gleichzeitiger Abnahme ihrer Halbwertszeit. Die Unternehmensberaterin und ehemalige Managerin Sabine Dietrich will nun etwas Klarheit und Ordnung auf den Grabbeltisch der Managementmethoden bringen und das gelingt ihr laut Aiolfi auch. Statt jeden Trend mitzumachen, sollte man nach Ansicht Dietrichs sich einfach unternehmerischen Herausforderungen souverän und aufgeschlossen stellen. Dem Rezensenten scheint das alles einzuleuchten. Was er ansonsten von Sabine Dietrichs Ratgeber für Unternehmer und Manager hält, verrät er nicht.
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