Die zwölfjährige Uli kommt sechs Wochen zur Erholung auf eine Nordseeinsel. Dort erwartet sie jedoch alles andere als ein Urlaub. Denn keins der Kinder ist freiwillig im Kurheim. Das Heimweh ist groß, der Wind heult ums Haus, das Essen schmeckt schrecklich. Trost findet Uli bei ihren neuen Freundinnen Fritze, Freya und Lieschen. Gemeinsam bibbern sie im kalten Waschraum, helfen sich beim Schuheputzen und überstehen auch die gemeinsten Strafen. Doch eines Tages ist Freya verschwunden. Heimlich machen sich die Mädchen auf die Suche und finden sie weit draußen im Watt...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.11.2014
Eine bedrückende und aufwühlende Geschichte hat Rezensentin Verena Hoenig in Sabine Ludwigs neuem Roman "Schwarze Häuser" gelesen. Auf eigenen Erinnerungen basierend erzähle die Autorin hier von einem Aufenthalt im Kinderkurheim auf Borkum in den sechziger Jahren: Hoenig folgt vier jungen Mädchen, die aus unterschiedlichen Gründen zur Erholung an die Nordsee geschickt werden, dort aber nicht nur mit verschimmeltem Essen, sondern vor allem mit zahlreichen Demütigungen durch die sadistischen Erzieher zu kämpfen haben und sich bald verbünden. Während die Kritikerin verstört von den Erlebnissen der Mädchen in der Erziehungsanstalt liest, lässt sie sich zugleich von den vier liebenswerten Protagonistinnen in den Bann ziehen. Neben Ludwigs Gespür für Situationskomik lobt die Rezensentin auch die von der Tochter der Autorin beigefügten Schwarzweiß-Vignetten.
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