Aus dem Amerikanischen von Juliane Gräbener-Müller. Sie spielen im Hof, unter den blühenden Zweigen des Jacarandabaums. Wie ganz normale, glückliche Kinder sehen sie aus, Neda und ihre Cousinen. Doch die Mütter sind fort, eingesperrt für ihren Kampf um Freiheit im Iran. Jahre später, als Neda sich in den jungen Reza verliebt, begreift sie, dass die Vergangenheit der Eltern ihre Liebe zu zerstören droht. Neda beschließt, das jahrelange Schweigen über das Geschehene zu brechen. Sahar Delíjanís bewegender Roman ist ein großes Panorama der Generationen und eine Liebeserklärung an die Menschen in ihrer Heimat.
"Ein Psychogramm" der iranischen Gesellschaft und einen feinfühligen Roman hat Sahar Delijani mit ihrem Debütroman "Die Kinder des Jacarandabaums" geschaffen, notiert Behrang Samsami. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Protagonisten, Maryam, Amir und Sheida - zugleich aber auch ein Porträt linker Oppositioneller und deren Familien aus dem Iran, so Samsami. Neben der aufgebrochenen Linearität und Chronologie, die Delijani als Erzählstrategie wählt, findet der Rezensent vor allem die "lyrische" Sprache bemerkenswert. Diese vermag es durch ihre Intensivität dem Leser einen Eindruck zu verschaffen, was es bedeutet in einer unfreien Gesellschaft zu leben, so der Kritiker, der nicht nur einem jungen Mädchen auf der Suche nach ihrem Vater folgt, sondern zugleich das bewegende Abbild eines Landes und seines Kampfes um Menschenrechte liest. Ein Buch, das erinnert, mitfühlen lässt und in jedem Fall lesenswert ist, schließt Samsami.
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