Aus dem Amerikanischen von Diana Feuerbach. Ex-CIA-Mann Max Rushmore reist für einen Routineauftrag in die noch friedliche Stadt Odessa. Doch als die abgetrennte Hand des örtlichen Gouverneurs in einem Fass Sonnenblumenöl auftaucht, ist Max alarmiert. Er stolpert über einen Männerzeh mit demselben verräterischen Muttermal. Der outgesourcte Profi kann nicht anders - er muss ermitteln! Inmitten politischer Spannungen hetzt Max durch die schöne Hafenstadt am Schwarzen Meer und ihre Schattenbezirke. Er trifft dubiose Geschäftsmänner, korrupte Beamte, Katakombenbewohner, Wissenschaftler, Konditorinnen, Dichter, Archivarinnen, Polizisten - und Mörder.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.01.2023
Rezensent Thomas Wörtche ist erstaunt, dass ein Krimi mit einer Katze als einer der Hauptfiguren so gut funktioniert: Sally McGrane hat ein Buch geschrieben, das in erster Linie von politischen Konflikten in der ukrainischen Stadt Odessa handelt: eine Hand wird am Strand angespült, von der zunächst mal nicht ganz klar ist, ob sie dem Gouverneur gehört oder künstlich im Labor gezüchtet wurde, erfahren wir. Bei aller Härte der aktuellen Konflikte, die immer wieder durchschimmere, findet der Kritiker das herrlich absurd, nicht nur dank Charakteren wie der Katze Smiley, die die Geschehnisse überwacht, sondern auch wegen der Intrigen und wilden Plot-Twists. Vor allem besteht die hoffnungsstiftende Kraft des Buches für den Kritiker aber in dem hymnischen Lobgesang auf die Stadt Odessa.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2023
Der Schriftsteller Hans Christoph Buch rezensiert Sally McGranes Thriller "Die Hand von Odessa", dessen Titel bereits zeigt, worum es geht, wie er erläutert. Am Strand der noch friedlichen Schwarzmeermetropele werde die Hand eines bekannten Politikers angespült, der einem realen Vorbild nachempfunden sei, doch eigentlich sei er quicklebendig und unversehrt. Woher die Hand denn dann kommt, verrät der Kritiker, soll Ermittler Max herausfinden. Der sei zwar der Protagonist, doch werde in diesem aufregend-absurden Krimi viel eher die Stadt Odessa mit intimer Ortskenntnis als "heimlicher Held" verhandelt. Buch attestiert McGrane ironischen Witz, der auch in der Übersetzung nicht verlorengeht, etwa, wenn es ums Wodka-Wetttrinken geht, und empfiehlt diese Räuberpistole nicht zuletzt, weil die Autorin die Stadt, über die sie schreibt, wirklich gut kennt.
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