Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell und Nikolaus Hansen. Der Junge weint zum Steinerweichen. Er ist mit ein paar Dollar in der Tasche am Flughafen Hamburg ausgesetzt worden. Niemand versteht, was der verzweifelte Kleine sagt, also verstummt er, und dieser Roman muss seine Geschichte für ihn erzählen. Sie beginnt zwei Generationen vorher, als sich ein Mann aus einer Laune heraus freiwillig für den Vietnamkrieg meldet ...Eine moderne Odyssee, die sich über ein halbes Jahrhundert erstreckt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2021
Rezensent Andreas Platthaus lobt Salvatore Scibonas Buch als "Einzelgängerroman", dessen eigentlich zu junger Autor eine erstaunliche Menge über die Nachwehen des Vietnam-Krieges in den Köpfen ehemaliger GIs zu berichten weiß. Aufregend findet er auch die vielen Perspektivwechsel im Text, die es dem Autor ermöglichen, auf mannigfache Weise vom kollektiven Töten und von kollektiver Schuld erzählen zu lassen. Zeit- und Genresprünge und atmosphärisch dichte Schilderungen, etwa eines Abends in Queens, machen die erste Romanhälfte für Platthaus zum Ereignis. Der zweite Teil lässt dagegen nach, meint er.
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