Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.08.2002
"Intensität" bescheinigt Angela Schader dem Buch von Sigrid Nunez. Dabei überzeugt sie gerade die karge Darstellung im Umgang mit dem brisanten Thema Vietnamkrieg. Statt großer Kriegsszenen stehen die Gefühle von Rouenna im Vordergrund, die als Krankenschwester den Lazaretten von Vietnam angeblich die glücklichste Zeit ihres Lebens erlebte und an eine Schriftstellerin herantritt, um ihre Erfahrungen als Buchstoff anzubieten. Dies mache Nunez' Werk zu einem "außergewöhnlichen Buch", findet die Rezensentin. Ihr gefällt vor allem das subtile Verhältnis zwischen der Ich-Erzählerin und der ungefügen Krankenschwester Rouenna, die wie die Soldaten des Vietnamkriegs nicht mehr in die Normalität zurückfindet. Die "wunderbare Täuschung" dieses Buches bestehe darin, so Schader, "dass wir es fast widerwillig 'nur' als Roman lesen".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…