Samuel Scheffler

Der Tod und das Leben danach

Cover: Der Tod und das Leben danach
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783518586235
Gebunden, 155 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Björn Brodowski. Wie würden Sie reagieren, wenn Sie wüssten, dass 30 Tage nach Ihrem Tod die Erde und damit alles Leben auf ihr unwiederbringlich zerstört würden? Würde dieses Wissen die Art und Weise, wie Sie Ihr Leben führen, beeinflussen? Das ist das Gedankenexperiment, zu dem uns der amerikanische Philosoph Samuel Scheffler in seinem faszinierenden Buch einlädt. Er zeigt, dass ein solches Wissen weitreichende Folgen für unser Leben hätte - nichts wäre mehr wie zuvor!

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2015

Ganz glücklich wird Uwe Justus Wenzel nicht mit dm Gedankenexperiment des Philosophen Samuel Scheffler. Was wäre, wenn wir vom nahen Untergang der Welt wüssten? Doch nicht die Frage betrübt Wenzel, sondern die Antworten, die der Autor anbietet. Allzu akademisch und ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirken Details des entfalteten Szenarios auf den Rezensenten. Das kollektive Weiterleben der Menschheit nach dem Tod als Bedingung eines sinnhaften Lebens, das der Autor behandelt, scheint Wenzel zwar einzuleuchten, aber viel mehr auch nicht.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.07.2015

In seinem Buch "Der Tod und das Leben danach" beschreibt der US-amerikanische Philosoph Samuel Scheffler die Bedeutung der Nachwelt für die Lebenden, berichtet Michael Hampe, selbst Professor für Philosophie an der ETH-Zürich. Menschliches Handeln, so wie es in Gesellschaften statthat, sei nur vor dem Hintergrund sinnvoll, dass es mit uns nicht innerhalb der nächsten paar Jahre aus und vorbei sei, fasst der Rezensent zusammen. Allerdings fragt sich Hampe, ob die stillschweigende Voraussetzung, die Scheffler treffe, dass das kollektive Leben sinnvoll sein solle, nicht eine unzulässige Verallgemeinerung ist, und die ebenfalls mögliche, gegenteilige Meinung ignoriere. Der Rezensent hätte sie gerne berücksichtigt gesehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2015

Wie würden wir leben, wüssten wir, dass kurz nach unserem Tod die ganze Menschheit zugrunde geht? Wir wären verzweifelt - auf eine Art, wie es der eigene Tod oder der eines geliebten Menschen nicht bewirken würde. Dies beweist, dass wir nicht nur aus Eigennutz handeln, sondern durchaus ein Interesse am Überleben der Menschheit haben. Soweit die Theorie des amerikanischen Philosophen Samuel Scheffler. Rezensent Gerd Schrager leuchtet das nur halb ein: Klar wären wir verzweifelt, aber das heißt noch lange nicht, dass wir hier und heute unser Verhalten ändern. Trotzdem findet er das Buch lesenswert: wegen der eingestreuten Science-Fiction-Exkurse.
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