Aus dem Englischen von Beate Schäfer. In ihrem Jugendroman erzählt Sarah Crossan von einer Freundschaft über Generationen hinweg. Die 15-jährige Allison ist von zu Hause abgehauen und würde ihr altes Leben am liebsten vergessen. Unterschlupf findet sie bei Marla, die nach und nach die Erinnerung an sich selbst verliert. Marla hält die unerwartete Besucherin für ihre Jugendfreundin Toffee. Und Allison, die sonst nirgendwohin kann, schlüpft in diese Rolle. Gemeinsam kochen und tanzen sie, gehen zum Strand, kümmern sich umeinander. Und Allison begreift, was es bedeutet, eine richtige Familie zu haben.
"Im Verlorensein vereint": So beschreibt Rezensentin Katrin Hörnlein das Verhältnis der beiden Protagonistinnen von Sarah Crossans Versroman "Toffee." Allison, erzählt sie, wird zuhause von ihrem Vater misshandelt und haut ab, Maria ist dement und hält die junge Allison für ihre Kindheitsfreundin Toffee: die eine will vergessen, was passiert ist, die andere hält sich an jedem Strohhalm fest, den sie noch erinnern kann. Aufs Essentielle reduziert hat die Autorin die Geschichte der beiden in Versform geschrieben, die schließlich auch eine Geschichte der Freundschaft und Gemeinsamkeit wird, so die Kritikerin, die die Übersetzung ebenso gelungen findet wie die Komposition des Buches. Nicht optimistisch, aber doch mit Hoffnung endet das Buch, so die erfreute Rezensentin, der diese Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird, wie sie bekennt.
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