Annie ist zehn und das jüngste von neun Geschwistern. Da gerät sie manchmal ziemlich zwischen die Fronten, vor allem, weil sie so winzig und ganz schön dünn ist. Doch das macht Annie nichts, für sie ist es normal. Und wenn's doch mal schwierig wird, dann zählt sie. Das hilft immer. Bis Annie merkt, dass zu Hause nichts normal ist: Gewalt und Armut bestimmen den Alltag. Werden sie und ihre Geschwister die Hilfe bekommen, die sie so dringend brauchen?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2020
Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeldt empfiehlt gerne Josephine Angelinis Jugendbuch. Es erzählt von der 10-jährigen Annie, die in den 80er Jahren als Jüngste von neun Geschwistern in sehr schwierigen Umständen aufwächst: Der Vater arbeitet viel und ist nie da, und die Mutter ist ein Messie und neigt vor lauter Stress zu Gewaltausbrüchen. Wie es der Autorin gelingt, diese "schreckliche Geschichte" aus der Perspektive Annies mit Tiefgang, so die Rezensentin, aber auch mit Humor und Zuversicht zu erzählen, und den Leser davon zu überzeugen, dass die junge Protagonistin den Absprung aus dieser Familie schaffen wird, hat Schönfeldt beeindruckt. Ein zugleich "witzig und bedrückend" geschriebenes Buch, lobt sie.
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