Aus dem Englischen von Bettina Eschenhagen. Seit Anbeginn der Menschheit versorgen uns Pflanzen mit allem, was wir zum Überleben brauchen - mit Luft zum Atmen, Nahrung zum Essen, Materialien zum Herstellen von Kleidung und Unterkünften und Medizin zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten. Ihre Schönheit kann unsere Stimmung heben und uns geistig und emotional nähren. Die westliche Wissenschaft hat im Laufe ihrer Kolonialgeschichte unzählige Pflanzenarten "entdeckt" und benannt. Vielen indigenen Völkern sind Pflanzen jedoch seit Jahrhunderten als empfindungsfähige Wesen bekannt, die mit Geist und Macht ausgestattet sind, um der Menschheit zu helfen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.09.2024
Sechs Heil- und Nutzpflanzen auf sechs Kontinenten, die schon vor der jeweiligen Kolonisierung von indigenen Völkern genutzt wurden, stellt Sarah E. Edwards in ihrem Buch vor, freut sich Rezensentin Anne Kohlick. Die Autorin führt die diversen Pflanzen mit Bild, Wirkstoffen und Nutzung durch indigene Völker ein, lesen wir. Edwards erzählt auch wie die vielen Heilpflanzen, zum Beispiel Alraune, später von Kolonisatoren entdeckt und kommerzialisiert wurden, wobei die Indigenen immer leer ausgingen, staunt Kohlick. Leider sind die Beiträge in einem "recht akademischem Stil" geschrieben und der Kritikerin schwirrt bei den vielen biologischen Begriffen irgendwann der Kopf. Dies habe die Indigene Rachel Wall Kimmerer in ihrem Buch "Geflochtenes Süßgras" mit persönlichen Anekdoten besser gelöst, meint die Kritikerin. Trotzdem ist Edwards Buch ein "bildstarkes Plädoyer", um das Wissen der Indigenen in der Heilkunde wiederzuentdecken und zu nutzen, schließt die Kritikerin.
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