Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin gehört zu den Klassikern der Filmgeschichte. Weniger bekannt ist, daß der Regisseur dieser Filmbilder auch einer der Klassiker der ästhetischen und theoretischen Entwicklung des Films ist. Dieser Band macht Eisensteins wichtigste Schriften nun endlich wieder zugänglich. Wirkungsästhetik und Propagandismus, Avantgarde und Politik, metaphysische Horizonte und Materialismus stehen in den Texten in vielfältiger Spannung. In den schillernden Positionen Eisensteins spiegeln sich aber nicht nur die ästhetischen, politischen, sozialen und ideologischen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern sein theoretisches Werk gehört auch zu den mitreißendsten Sehschulen des 20. Jahrhunderts. Eine nicht nur historische Fundgrube für Filmenthusiasten, Studenten und Praktiker.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.04.2006
Ivo Ritzer begrüßt diesen Band, der die filmtheoretischen Schriften des Regisseurs Sergej Eisenstein versammelt. Er sieht darin einen weiteren Schritt hin zu einer "weniger weltanschaulich geprägten" Sicht auf den Regisseur, die er offenbar nur gutheißen kann. Im Mittelpunkt der meisten Texte steht natürlich die Montage, erstmal ist dabei auch ein Beitrag über die "Vertikale Montage" auf Deutsch zu lesen, wie Ritzer informiert, der darüberhinaus noch anmerkt, dass die Versammelten Texte deutlich machten, wie verschränkt in der Person Eisenstein der "pragmatische Filmemacher" und der "assoziative Theoretiker" seien.
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