Mit persönlichem Namenssiegel von Shomei Tomatsu auf Japanpapier. Herausgegeben von Roland Angst. Aus rund 15 bisher erschienenen Publikationen Shomei Tomatsus - darunter der einzigen bedeutenden westlichen Veröffentlichung, dem Ausstellungskatalog des San Francisco Museum of Art aus dem Jahr 2006 - hat Roland Angst eine Auswahl von zirka 110 Bildern getroffen. Die Auswahl vermittelt, warum Shomei Tomatsu von nahezu allen lebenden japanischen Fotografen - einschließlich der im Westen wesentlich präsenteren Stars der Szene wie Nobuyoshi Araki oder Daido Moriyama - als "godfather" der japanischen Fotografie angesehen wird, zu dem alle Kollegen seine Heimatlandes mit Hochachtung aufblicken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2013
Von diesem Bildband mit Aufnahmen des japanischen Fotografen Shomei Tomatsu, den der Verleger und Galerist Roland Angst herausgegeben hat, ist Rezensent Freddy Langer sichtlich angetan. Auch wenn der Kritiker nicht jede editorische Entscheidung nachvollziehen kann - etwa das Fehlen der berühmten Aufnahme einer durch die Hitze der Atombombenexplosion im Jahre 1945 deformierten Bierflasche - betrachtet er fasziniert die "rätselhaften", symbolträchtigen und bisweilen surrealistischen Bilder aus den Jahren 1951 bis 2000: Fotografien von Taifunen, Hochwasser, Überschwemmungen oder den Straßenkämpfen bei den Studentenunruhen in Tokio stehen hier neben analytischen, teils spöttischen Aufnahmen des Alltags im "Wirtschaftswunderland" Japan - etwa das Bild einer Parade von Pappfiguren lächelnder japanischer Stewardessen. Für den Kritiker offenbaren Tomatsus von "Schönheit und Grauen" getragene Bilder auch immer die "existentielle Orientierungslosigkeit" des Fotografen.
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