Siegbert Rampe

Georg Philipp Telemann und seine Zeit

Cover: Georg Philipp Telemann und seine Zeit
Laaber Verlag, Laaber 2017
ISBN 9783890078397
Gebunden, 567 Seiten, 44,80 EUR

Klappentext

Trotz oder gerade wegen seines immensen Œuvres ist Georg Philipp Telemann immer noch einer der großen Unbekannten der Barockmusik. An eine Gesamtdarstellung seines Lebens und Schaffens hat sich bis zum heutigen Tag noch kein Autor gewagt. Das neue Buch von Siegbert Rampe schließt nun, pünktlich zum Telemann-Jahr 2017, diese gravierende Lücke. Siegbert Rampe nähert sich dem "Phänomen" Telemann aus einer Position, die konsequent im Blick behält, dass zu Lebzeiten Telemanns eben dieser und nicht Johann Sebastian Bach als wichtigster deutscher Komponist galt. Die Begründung für diesen Rang ist eindeutig, hat doch - außer in Italien Alessandro Scarlatti und Antonio Vivaldi - kein Komponist des Barock ein derart umfangreiches, vielgestaltiges und sich über alle wichtigen Gattungen erstreckendes Werk hinterlassen wie Telemann.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.06.2017

Äußerst nahe kommt der Komponist Georg Philipp Telemann dem Rezensenten Peter Hagmann in  Siegbert Rampes Biografie. Dass er dem Autor sogar zu nahe kommt, ist für Hagmann die Schwachstelle des Buches. Er wittert Überidentifikation, wenn Rampe gegen den berühmteren Bach anschreibt und Telemann auf den Schild hebt. Weil es dafür eigentlich keine stichfesten Quellenbeweise gibt, stößt es dem Rezensenten bitter auf. Dass der Autor zum 250. Todestag Telemanns eine ansonsten sehr lesbare, spannende, allerhand Lücken füllende Biografie mit Chronologie, Werkverzeichnis und Bibliografie vorlegt und den produktiven Komponisten damit der Vergessenheit entreißt, dankt er dem Autor indes von Herzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2017

Jan Brachmann hält mit Siegbert Rampes Biografie endlich ein quellenkritisch verlässliches und neueste Forschung einbeziehendes Kompendium zu Telemann in Händen. Kompakt und übersichtlich scheint ihm der Band. Dass der Autor Telemanns Rang unter seinen Zeitgenossen nicht ästhetisch diskutiert, sondern nur behauptet, hält Brachmann für einen Mangel. Die von Rampe zusammengetragenen Daten und Fakten aber, das Werkverzeichnis und des Autors plastische Erzählweise, die Telemann in seiner Aufgeschlossheit und Schaffensfreude vor Brachmanns Auge auferstehen lässt, machen das Buch für den Rezensenten so empfehlenswert.

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