Mit Anmerkungen von Gerwin Zohlen. Die Texte dieses Bandes entstanden zwischen 1925 und 1933 und erschienen - mit einer Ausnahme - in der "Frankfurter Zeitung". Siegried Kracauer selbst hat sie 1963 für die Buchausgabe ausgewählt und zusammengestellt. Zwar für Feuilletons geschrieben, kann man sie doch nicht im herkömmlichen Sinn als Feuilletons bezeichnen: "Denkbilder", der von Kracauers Freund Walter Benjamin geprägte Begriff, fasst am knappsten zusammen, dass hier moderne Welt- und Lebensverhältnisse en detail der Lese- und Nachdenklust ausgesetzt werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2004
Volker Breidecker begrüßt es sehr, dass dieser Band mit Feuilletontexten aus den frühen 30-er Jahren von Siegfried Kracauer nun in einer Neuausgabe vorliegt. Die Prosatexte erzählen von Streifzüge durch Paris, Berlin und Marseille, erklärt der Rezensent und begeistert sich an "wunderbaren Grotesken". In vielen Stücken hat er gar das "literarische Äquivalent zur Malerei" entdeckt. Ihn beeindrucken besonders die "Beschreibungsdichte" und die "träumerischen Gedankenflüge" des Autors, und er preist in ihm einen wichtigen Vertreter der literarischen Moderne. Einiges ist an Franz Kafka angelehnt, so Breidecker angetan, der den Autor als "ebenbürtig" ansieht. Besonderes Lob spendet der Rezensent dem am Ende des Bandes abgedruckten Essay von Gerwin Zohlen, den er zum Besten zählt, was in der ständig anwachsenden Sekundärliteratur zu Kracauer geschrieben wurde.
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