Zerstreuung gilt als Gegenteil von Aufmerksamkeit oder Konzentration und wird als Hindernis oder Übel verstanden. Das vorliegende Buch zeigt jedoch, dass Zerstreuung bereits um 1800 als verteilte Aufmerksamkeit betrachtet wurde und zu einer wichtigen Wahrnehmungstechnik avancierte. Demnach stellt die Verteilung der Aufmerksamkeit auf mehrere Gegenstände eine Selbsttechnik vorausschauenden Handelns dar, deren Einübung von Bedeutung ist. Zudem wird Zerstreuung als notwendige Erholung und Abwechslung von ermüdender Arbeit positiv besetzt. Eine Mediengeschichte der Zerstreuung schließt somit eine Forschungslücke innerhalb der Medientheorie und Theorie der Moderne.
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