Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2003
Thema dieser Dokumentation ist die DDR und ihr Umgang mit Intellektuellen, was "durchaus von aktuellem Belang" ist, wie Jochen Staadt in seinen eher assoziativen Ausführungen meint. So seien Bundestagsmitglieder in Berlin vor kurzem demonstrativ zur Aufführung von "Good Bye, Lenin" gebracht worden, erwähnt Staadt, um ihre Nähe zum "Geschichtsschauspiel auf öffentlichen Bühnen" zu belegen. Zu DDR-Zeiten wurden Intellektuelle als Aufklärer ohne materielles Interesse verstanden, deren "Niedergang" sich beispielsweise darin zeigte, dass sie sich dafür einsetzten, einen Tennisplatz wiederherzustellen, berichtet Staadt. Für Lenin oder Hitler dagegen waren sie "überflüssige und schädliche Schwätzer", die "Arbeit durch Gerede" ersetzten und "nichts zu Ende führten".
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