30 Jahre nach der Gründung ist die Partei "Die Grünen" ein etablierter Faktor in der bundesdeutschen Politik. Doch aus welchen ideengeschichtlichen Traditionen stammten ihre Konzepte, wo ist ihr historischer Ort in der Geschichte der Bundesrepublik? Silke Mende entfaltet das ganze Spektrum der grünen Strömungen, von konservativen Naturschützern über verschiedene Anhänger eines Dritten Weges bis hin zu dogmatischen und undogmatischen Gruppen der Neuen Linken nach 1968 . Die Formierung der Gründungsgrünen setzt sie mit den politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen in Beziehung, die die Bundesrepublik der 1970er und frühen 1980er Jahre kennzeichneten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.01.2012
Belebung der Debatten um das sogenannte "grüne Erbe" verspricht sich Dietmar Süss von dieser Arbeit der Tübinger Historikerin Silke Mende zur Gründungsgeschichte der Grünen. Dem Buch traut er zweifellos eine Menge zu. Schon weil Mende ihm mit ihrer präzisen Darstellung zu intellektuellen Strömungen und Wegbereitern nach 1968, wie den "antiautoritären Anthroposophen" um Joseph Beuys, zu zeigen vermag, dass die Grünen in ihren Anfängen eben nicht nur Teil einer Protestbewegung waren, sondern ihre intellektuellen Bezüge viel weiter zurückreichten. Die Feinsinnigkeit der Autorin beim Nachzeichnen der verschiedenen Ausprägungen gesellschaftlicher Fortschrittskritik, erstaunt Süss außerdem aufs Angenehmste.
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