Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462008586 Gebunden, 240 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
Botox oder "in Würde altern", zu viele Selfies auf Instagram posten oder jeden Beauty-Trend auf TikTok mitmachen? Frauen im Internet stehen unter ständiger Beobachtung. Jedes Like kann zur Anklage werden, jeder Kommentar zum Politikum. "Wie kann sie nur?" Sophie Passmann ist selbst Teil der widersprüchlichen Welt weiblicher Selbstdarstellung in den sozialen Medien. Radikal selbstkritisch seziert sie die Phänomene, die eine ganze Generation prägen: von der asketischen Disziplin einer Hailey Bieber über die kalkulierte Görenhaftigkeit von Charli XCX bis zur neurotischen Perfektion von Taylor Swift. Warum sind wir alle so fasziniert von Frauen, die uns etwas vormachen - und gleichzeitig hassen wir sie genau dafür?
Rezensionsnotiz zu
Die Welt, 07.03.2026
Ein literarisch verdienstvolles Werk legt Siri Hustvedt hier vor, freut sich Rezensentin Mara Delius. Denn die Autorin, die sich hier mit ihrem verstorbenen Lebenspartner Paul Auster auseinandersetzt, schreibt nicht als trauernde Witwe, sondern als sich erinnernde Frau. Im Zentrum stehen die 43 gemeinsamen Lebensjahre, es geht dabei nicht nur - und nie voyeuristisch - um das gemeinsame Leben, sondern auch um eine Gemeinschaft zweier Schreibender. Dabei setzt sich Hustvedt auch mit den Dynamiken einer Beziehung auseinander, in der der Mann mehr als die Frau zum literarischen Superstar wurde - sie selbst widersetzt sich solchen Zuschreibungen und besteht damit auf der eigenen Autorenschaft. Entstanden ist dabei ein Buch, das Hustvedt einerseits als ein "Monument ihrer Liebe zu Paul Auster" anlegt, das andererseits jedoch auch das einer großen Literatin über einen großen Literaten ist. Delius kann damit insgesamt viel anfangen.
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