Aus dem Amerikanischen von Hans Magnus Enzensberger. Der in Amerika und Europa geschulte Poet lehrt mit seinen großräumigen Gedichten das Staunen. Seine streunende Lust an den Dingen, an allem Unvollkommenen und Sterblichen kommt ohne Bitterkeit und ohne Zynismus aus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2011
Da haben sich zwei gefunden, jubelt Jan Röhnert, die wirklich zusammenpassen: der bislang hierzulande recht unbekannte amerikanische - aber sehr kosmopolitische - Lyriker Stanley Moss und sein deutscher Übersetzer Hans Magnus Enzensberger. Was den einen mit dem anderen verbinde, sei die Kombination von "Respektlosigkeit" und "Eleganz", auch die Faszination für die konkreten Dinge eher denn begriffliche Abstraktionen. Reich seien die Texte von Moss an biblischen Bezügen, Fernando Pessoa taucht als Schutzpatron auf, aber auch dem Rotz - "einziges unsrer Sekrete, / das mit Sex nichts gemein hat" - ist eines gewidmet. Das ganze also nach der festen Überzeugung des Rezensenten ein Fund, eine weitere gelungene Eingemeindung, von Enzensberger angeleitet und initiiert.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…