"Natürliche Gedichte" - unter diesem Titel hat Hans Magnus Enzensberger eine Auswahl aus seinem gesamten lyrischen Oeuvre getroffen. Es sind keine traditionellen Naturgedichte. Zwar finden sich deren Motive auch hier, der blühende Kirschbaum, Schwäne und Wolken, die See und die Jahreszeiten, doch ganz anders, als man sie von Naturgedichten erwartet. Stets tritt eine Verunsicherung, eine Störung ein, mit einem überraschenden Bild (ein Hase im Rechenzentrum), mit einer unerwarteten Metapher (das neuronale Netz als Affenbaum). Hier ist nichts von Naturmagie oder Idylle ("Ich weiß nicht, wie Manna schmeckt"), hier ist die Natur zur Chiffre für das Bedrohte und die Bedrohung zugleich geworden ("Der Eisberg kommt auf uns zu / unwiderruflich").
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…