Spätestens seit 2018 gehört Robert Habeck zu den interessantesten und einflussreichsten Stimmen der bundesdeutschen Politik. Im März 2019 kürt das ZDF-Politbarometer ihn zum beliebtesten Politiker, 2020 zeigen Umfragen, dass Habeck zu den aussichtsreichsten Kanzlerkandidaten für die kommende Bundestagswahl zählt. Warum das so ist, wie sich dieser Aufstieg erklärt, beleuchtet der Journalist Stefan Berkholz, der Robert Habeck lang begleitet und genau beobachtet hat. Wo kommt Habeck her, was hat ihn geprägt? Ob sich die Inhalte und die Ernsthaftigkeit, die er immer wieder einfordert, in unserer Ablenkungsgegenwart überhaupt transportieren lassen?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.05.2021
Rezensent Cord Aschenbrenner ist voll des Lobes für Stefan Berkholz' Buch über den Beinahe-Kanzlerkandidaten der Grünen. Der Journalist komme Robert Habeck nahe, aber nicht zu nah, wie Aschenbrenner versichert, der hier einem Mann des Wortes begegnet, der seinen "intellektuellen Habitus" nicht verberge, der auf Ausgleich und Verständigung setze. Dass Berkholz in Habeck einen pragmatischen, aber "machtbewussten Idealisten" sieht, kann der Rezensent ebenfalls nachvollziehen, nicht zuletzt weil der Autor sich die Mühe macht, sein eigenes Bild durch Lektüren und viele Gesprächen mit Habecks Parteifreunden, Weggefährten und Gegnern abzustützen, wie der Rezensent lobt.
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