Stefan Klein

Wie wir die Welt verändern

Eine kurze Geschichte des menschlichen Geistes
Cover: Wie wir die Welt verändern
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2021
ISBN 9783100024923
Gebunden, 272 Seiten, 21,00 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Stefanie Harjes. Stefan Klein nimmt uns mit auf eine Reise durch die Geschichte des schöpferischen Denkens. Von den Innovationen der Steinzeit wie Malerei über die Erfindung der Schrift bis hin zu den Leistungen der Computer von morgen zeigt Stefan Klein, wie der Geist immer wieder neu die Welt verändert hat. Wir begegnen Neandertalern und Steve Jobs, Leonardo da Vinci und Ada Lovelace, Archimedes und AlphaZero. Dabei wird deutlich: Innovation und Fortschritt verdanken wir nicht den Einfällen einsamer Genies - sie entwickeln sich im geistigen Austausch. Denn Kreativität, Phantasie und Innovation sind keine individuellen Talente, sondern entstehen zwischen den Menschen. Wie wurde unsere Welt die, in der wir leben? Wie wurden wir, was wir sind? Und wie geht es weiter? Jede Veränderung beginnt mit einer neuen Idee! Packend erzählt der Wissenschaftsautor von der Macht der Gemeinschaft, der Zukunft des Denkens und den unbegrenzten Möglichkeiten unserer Kreativität.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2021

Wolfgang Krischke erfährt mit dem Buch von Stefan Klein, inwiefern die Entwicklung des menschlichen Geistes von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, von der Dichte der Gemeinschaft und der kulturellen Vielfalt. Politische Bedingungen kommen im Buch zwar nicht vor, erklärt Krischke, Kleins Hinweis auf ein "kollektives Gehirn" als Ursprung kultureller Leistungen und seine Belege aus ethnologischen Studien zu den ozeanischen Kulturen scheinen ihm allerdings tragfähig genug. Verallgemeinern möchte der Rezensent Kleins Ergebnisse aber lieber nicht. Das Buch findet er lebendig geschrieben.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.03.2021

Rezensent Arno Widmann gibt sich als Fan Stefan Kleins zu erkennen und hat auch dessen neues Buch wieder sehr gerne gelesen. Dieses Mal hat der Autor den Kritiker "mit den Siebenmeilenstiefeln durch die Weltgeschichte" gejagt, um ihm zu zeigen, dass Veränderung von der menschlichen Wahrnehmung abhängt: Unsere Spezies sei nicht auf Erkenntnis getrimmt, sondern auf das Überleben, weshalb alle Erfindungen bis hin zur künstlichen Intelligenz nicht der reinen Logik, sondern auch dem Gefühl entspringen, fasst Widmann zusammen. Mit seinen Thesen hat Klein den Rezensenten angeregt und herausgefordert, mit den erhellenden Anekdoten zu ihnen hat er ihn aber auch glänzend unterhalten.