Der Berliner Antiquariatsgehilfe Julian Mark ist auf der Suche nach Weisheit, wünscht sich nichts sehnlicher als älter zu werden und wird immer wieder von Selbstmordgedanken gequält. Doch als er von seinem Chef einem Teufel übergeben wird und sich selbst in einem halben Beelzebub verwandelt hat, übernimmt er die Geschäfte und wird aktiv. Bald jedoch scheitert er, wird von einer geheimnisvollen Sekte heimgesucht und entscheidet sich zur Flucht. Diese führt ihn in die Hölle, wo man ihn schnell als unechten Beelzebub entlarvt und verjagt. Wieder auf der Flucht kehrt er, zunächst auf einem Yeti reitend, dann über viele Umwege auf einem Containerschiff Calais erreichend, nach Berlin zurück. Dort gibt er sich als Yetiforscher aus, scheitert jedoch und findet sich auf der Straße wieder.
Am Ende seiner Odyssee legt der Autor schließlich in einem Fluss aus Traum und Wirklichkeit selbst sein Haupt aufs Schafott der Zeit legt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2018
Vor einigen Jahren brachte Stefan Schütz seinen Roman mit Unterstützung des Suhrkamp-Lektors Hans-Ulrich Müller-Schwefe im Privatdruck selbst heraus, informiert Rezensent Tobias Döring und fügt hinzu: Dabei hätte man es belassen sollen. Denn der Text, vom Autor selbst als "diabolischer Entwicklungsroman" bezeichnet, vom Kritiker eher als "sperriges" Ungetüm wahrgenommen, tut offenbar alles, um sich dem Leser zu verweigern, glaubt Döring: Die Geschichte um einen Berliner Antiquariatsgehilfen, der sich auf den Weg in die Hölle begibt, um einen Roman zu suchen, verzichtet auf eine stringente Handlung, steckt dafür voller Ausschweifungen, Selbstreflexivität und "verschwurbelter" Sprache, dass Döring das Buch ebenso erschöpft wie genervt zur Seite legt.
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