Plagiatsfälle bei PolitikerInnen und Intellektuellen, Studierende, die nicht mehr richtig zitieren können oder sich gleich die ganze Abschlussarbeit schreiben lassen, Ideenausbeutung durch GutachterInnen und Hochschulkorruption in Form fragwürdiger Besetzungspolitik. Geht es in der Wissenschaft noch vor allem um Erkenntnisgewinn und Inhalte? Oder streben StudentInnen primär nach dem möglichst schnellen Titelerwerb und WissenschaftlerInnen zuerst nach Macht und Privilegien? Stefan Weber schildert nicht nur die spektakulärsten von ihm aufgedeckten Plagiatsfälle, er sucht die Ursachen für die Bildungsmisere ebenso wie mögliche Auswege.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2023
Rezensent Uwe Ebbinghaus muss schon eine Menge Egozentrik, gekränkte Eitelkeit und persönliche Vergeltungswut abziehen von der Streitschrift des österreichischen Plagiatsjägers Stefan Weber über unwissenschaftliche Praktiken an deutschsprachigen Hochschulen. Nur so gelangt er zu einem "wahren Kern", der die "Massifizierung" und Ökonomisierung der Forschung zu Recht anprangert, wie Ebbinghaus einräumt. Webers Lösungsvorschläge (u.a. kürzere Abschlussarbeiten, bessere Propädeutik) findet der Rezensent redundant, doch vernünftig.
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