Krisen, Kriege, Klimawandel - sie haben die Welt fest im Griff, das wird uns Tag für Tag vor Augen gehalten. Beim Scrollen durch Social-Media-Feeds, in den Abendnachrichten, im Podcast, der uns eigentlich Zerstreuung versprach. Wenn wir ehrlich sind, faszinieren und beschäftigen uns Katastrophenmeldungen mehr als die guten Neuigkeiten - so funktioniert die Aufmerksamkeitsökonomie. Und wir haben uns in gewisser Weise an das apokalyptische Dauerfeuer und die alltäglichen Untergangsfantasien gewöhnt. So sehr, dass wir auf das Helle in unserem Leben vergessen. Tatsächlich ist unsere Gegenwart nicht dazu angetan, uns Mut zu machen und den Optimismus nicht zu verlieren. Doch die Autorin Stefanie Jaksch begibt sich auf die Suche: nach dem Licht in dunklen Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 31.08.2024
Viel Licht und ein bisschen Schatten findet Rezensent Marko Martin in Stefanie Jakschs Buch, das sich seinerseits ganz dem Licht verschreibt. Denn Jaksch möchte darstellen, so der von diesem Projekt durchaus angetane Martin, wie hilfreich es sein kann, nicht immer nur die negativen Seiten der Gegenwart herauszustellen und sie, defätistisch, zu einem Horrorszenario für die Zukunft zu verdichten. Jaksch hingegen verweist unter anderem, lernen wir, auf kluge, kleinformatige Solarenergie in Afrika, das Engagement von unaufgeregten Humanisten wie dem Schauspieler Keanu Reeves oder auch auf Formen des Journalismus, die die Hoffnung ins Zentrum stellen. So sehr Martin mit diesem Anliegen sympathisiert, merkt er gleichwohl an: Etwas mehr Analyse auch der Gegenseite, der kulturpessimistischen Schwarzmalerei, hätte dieser ansonsten lobenswerten Intervention gut getan.
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