Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2003
Andreas Rosenfelder sieht nach der Kommunikationsgesellschaft und dem "Popjahrzehnt" die Zeit für Lyrik wieder gekommen - eine "Blütezeit" gar könnte es werden. Für Steffen Jacobs zum Beispiel, den er sehr lobt und der offenbar ein Eklektiker sondergleichen ist: Benn, Morgenstern und Waalkes (Otto) als Lehrer; "hohe Wallungswerte" und "gehobene Spaßkultur" und auch "ein paar wehmütige Verse" wie aus dem Volkslied, je nachdem. Kurzum: Einer aus der "neuen Schule der Versmacherei", der durch die alten Schulen gegangen ist, der alles technisch einwandfrei beherrscht und gleichzeitig das Talent besitzt, "Stimmungen" aufzubauen. Einmal nur hat Rosenfelder den Atem angehalten; da nämlich "trägt der Rausch am Neoklassizismus der Daktylen und am Neigungswinkel der Kursivbegriffe Jacobs ... fast aus der Kurve". Aber es ist noch einmal gut gegangen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…