"Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist die antizionistische Ideologie zu neuem Leben erwacht und weist weit über den Kreis linker Kleingruppen hinaus. Die Existenz von Antisemitismus in der Linken ist heute evident. Angesichts der ausufernden Literatur, die ihn wieder und wieder belegt, kann sein Leugnen heute nur mehr als eine seiner Ausdrucksformen angesehen werden. Im Antizionismus tritt er als eine spezifische Form des Antisemitismus nach Auschwitz auf, der sich aus Mangel an konkreten Hassobjekten gegen den kollektiven Juden, den Staat Israel, richtet. Dass die im Antizionismus angelegten Vernichtungsphantasien nicht Realität geworden sind, verdankt sich einzig und allein der israelischen Staatsgewalt."
Micha Brumlik ist nicht richtig glücklich mit dem Buch des Politikwissenschaftlers und Vordenkers der "Antideutschen" Stephan Grigat. Zwar anerkennt er die Haltung des ideologiekritischen Buches der europäischen "Israelkritik" gegenüber. Die wirklichen Probleme des jüdischen Staates jedoch tastet der Autor laut Rezensent nicht an. Als unpolitisch bezeichnet Brumlik den Band also, weil der Autor bei aller Kritik an der israelischen Linken keine eigenen Vorschläge zur Lösung des Palästinakonflikts anzubieten hat. Genau und nüchtern argumentierend findet Brumlik den Beitrag dennoch, und Grigats historische Kenntnis innerjüdischer Debatten scheint ihm herausragend. Umso enttäuschender für ihn das Resultat.
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