Stephen Witt

How Music Got Free

Wie zwei Erfinder, ein Plattenboss und ein Gauner eine ganze Industrie zu Fall brachten
Cover: How Music Got Free
Eichborn Verlag, Köln 2015
ISBN 9783847905905
Gebunden, 368 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Übersetzt von Markus Bennemann. Die beiden deutschen Erfinder Karlheinz Brandenburg und Bernhard Grill entwickeln das mp3-Format, können es aber nicht verkaufen. Der einflussreiche Plattenboss Doug Morris wird gefeuert, weil er Gangsta-Rap groß rausbringen möchte. Der amerikanische Musikfreak Dell Glover arbeitet in einer CD-Fabrik, und wird zu einem der vom FBI meist gesuchten Kriminellen. Das miteinander verwobene Schicksal dieser vier Menschen verändert die Welt. Spannend und narrativ wie ein Krimi erzählt Stephen Richard Witt zum ersten Mal die wahre Geschichte hinter der Revolution in der Musikindustrie: Wie die Handlungen von vier Menschen sich zufällig so überkreuzten, dass am Ende der von niemandem beabsichtigte Niedergang der Musikindustrie durch mp3 und Internettauschbörsen stand.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2016

Stephen Witt gelingt Bemerkenswertes, versichert Marco Dettweiler: Der Autor erzähle die Geschichte der digitalisierten Musik wie einen spannenden Roman, schreibt der Rezensent, der sich hier nicht durch eine trockene Chronologie arbeiten muss, sondern vielmehr in szenischen Beschreibungen hinter die Kulissen des Musikgeschäftes blickt. Dabei lernt der Kritiker neben dem mp3-Erfinder Karlheinz Brandenburg und dem Plattenboss Doug Morris auch den Musikpiraten Dell Glover kennen, den Witt für seine Interviews aufspürte. Dieses Buch birgt eine Vielzahl verblüffender Fakten rund um die digitalisierte Musik, verspricht der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.10.2015

Stephen Witt erzählt die Geschichte des Aufstiegs von MP3 und des Falls der alten Magnaten der Musikindustrie so spannend, dass es Ueli Bernays eine Freude ist. Angefangen hatte die Entwicklung mit einer Forschergruppe um Karlheinz Brandenburger am Fraunhofer Institut, die eine Ausschreibung der Moving Pictures Experts Group (MPEG) gewann, die Systeme zur Verkleinerung der Datenmengen von Audiodateien suchten, berichtet der Rezensent. Das neue Format wurde zunächst nicht ernst genommen, bis sich im Internet dann plötzlich illegale Musikdownloads verbreiteten, so Bernays. Für die alten Bosse war es dann schon zu spät, um auf den Zug aufzuspringen, erfährt der Rezensent von Witt.

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