Aus dem Amerikanischen von Michael Pfingstl. Der amerikanische Wissenschaftsjournalist Steven Johnson begibt sich auf eine Spurensuche quer durch die Entstehungsgeschichte unseres Planeten und des Menschen. Er zeigt, was es braucht, damit gute Ideen entstehen können, und deckt sieben Muster auf, die Inspiration und Innovation in uns allen fördern. Gute Ideen sind viel mehr als Geistesblitze oder plötzliche Eingebungen. Ideen erkunden Möglichkeitsräume und öffnen Türen. In den seltensten Fällen sind sie die Einzelleistung eines brillanten Denkers, denn gute Ideen entstehen unter ganz bestimmten Voraussetzungen: in flüssigen Netzwerken, die freien Gedankenaustausch ermöglichen, in denen ungehindert experimentiert und neu kombiniert werden kann. Johnson zeigt, wo und wie kreatives Denken entsteht und wie wir seine Geheimnisse für uns nutzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.07.2013
Unter anderem liest der Rezensent das Buch als Plädoyer gegen ein restriktives Patentrecht. Gute Ideen, lernt Michael Bitala bei Steven Johnson, sind nicht notwendig von kommerziellem Interesse befeuert. Besonders aufschlussreich erscheint Bitala in diesem Zusammenhang das von Johnson erläuterte Prinzip der langsamen Ahnung, bei dem sich die Idee schrittweise entwickelt. Aber auch Zufall, Zweckentfremdung oder das Nächstmögliche, alles von Johnson ausbuchstabierte, guten Ideen zugrunde liegende Prinzipien, beeindrucken Bitala, wie die vielen Beispiele großer Erfindungen im Buch. Ein Buch, das der Rezensent nicht als Ratgeber-Literatur abtut, sondern als verständlich geschriebenes, kluges Buch lobt, als gute Idee.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2013
Hinweise zur nichtmarktorientierten Nutzung der kollektiven Intelligenz in Hülle und Fülle findet Jürgen Kaube in dem seiner Meinung nach so gar nicht dem von ihm zunächst befürchteten klassischen Ratgeberbuch entsprechenden Buch des amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Steven Johnson. Wo entstehen gute Ideen? Das erläutert der Autor dem Rezensenten klug, belesen, entspannt und gut geschrieben. Vor allem aber breit gefächert. Kaube staunt nicht schlecht, dass der Autor sich in der Physik und der Medizin genauso auskennt wie in der Literatur. Wie GPS entstand, vermag er Kaube zu erklären, wie die Cholera entdeckt wurde und die Klimaanlage erfunden. Wenn Johnson nicht in erster Linie historisch vorgeht, sondern nach Mustern forscht (Erfindungen brauchen Zeit und am besten urbanes Milieu!) findet Kaube das aufschlussreich.
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