1907 in Olmütz, heutiges Tschechien: Die junge Alzbeta Pospisilova träumt sich nach Marokko. Während des Ersten Weltkriegs beginnt sie eine Ausbildung zur Bank-Korrespondentin und verliebt sich in ihren Vorgesetzten Vincent Junek. Als sie die Hochzeit planen, merkt Alzbeta, dass sie als Ehefrau ihre Träume nicht verwirklichen kann. Sie trennt sich von Vincent und reist nach Südfrankreich, wo sie ungewollt schwanger wird. Die Abtreibung bringt sie beinahe um. Als sie später nach Marokko reisen will, bekommt sie kein Visum.Es ist ein Wendepunkt in Alzbetas Leben. Sie beschließt, zu Vincent zurückzukehren, der nichts von der Abtreibung weiß.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2025
Rezensent Andreas Platthaus liest drei um 1900 angesiedelte Emanzipationsgeschichten in Romanform: Felix Kuchers "Von Stufe zu Stufe" über die Filmemacherin Louise Kolm, Steven Schneiders "Die schnellste Frau der Welt" über die Autorennsportpionierin Elisabeth Junek und Steffen Schroeders "Der ewige Tanz" über die von Otto Dix verewigte Tänzerin Anita Berber. Nicht alle drei Frauen unterliegen im Kampf gegen patriarchale Gesellschaftsstrukturen, den sie jeweils auf unterschiedliche Weise bestreiten, verrät Platthaus. Dass alle drei Autoren auf einfühlende innere Monologe setzen, findet Platthaus ebenso bemerkenswert wie den Umstand, dass die Hetero-Partnerschaften der Heldinnen jeweils im Fokus des Geschehens stehen. Den "süffigsten" Stoff macht Platthaus übrigens bei Schroeder aus, die meisten, durchaus nicht immer kurzweiligen atmosphärischen (Orts-)Beschreibungen bei Kucher.
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