Aus dem Amerikanischen von Susanne Ackerle. Ein Roman über die Macht des Bösen und die unvorhersehbaren Konsequenzen der Liebe.
Sie war Wettkampfsportlerin und erfolgreiche Rennfahrerin. Später arbeitete sie in einem Pariser Transvestitenclub. Sie trug Männerkleidung und liebte Frauen. Sie verriet ihr Land an die Deutschen und arbeitete unter der Besatzung für die Gestapo.
Basierend auf einer wahren Biografie entwirft Francine Prose die Lebensgeschichte von Lou Villars, die auf der Suche nach Liebe und Anerkennung immer tiefer in einen Strudel aus Gewalt und Tod gerät. Der Roman lässt die spannungsreiche Vorkriegsepoche und die Zeit des Zweiten Weltkriegs lebendig werden. Francine Prose erzählt von Liebe und Kunst, von Krieg und Spionage, von Verführung und Verrat - und wie Geschichte sich verändert, abhängig davon, wer sie erzählt.
Tilman Krause seufzt: Warum müssen so viele Amerikaner über Paris schreiben? Das kann natürlich wunderbar gelingen, meint der Kritiker, der etwa an Hemingway oder Fitzgerald denkt. Und auch Francince Prose' Roman über eine lesbische Rennfahrerin, die zunächst in einem Transvestiten-Club und bis zu ihrer Ermordung durch französische Resistants für die Gestapo arbeitete, liest sich streckenweise durchaus französisch, etwa wenn die Autorin das Pariser Nachtleben beschreibt, versichert Krause. Um ein authentisches Gesellschaftspanorama der Jahre zwischen 1924 und 1944 in Frankreich zu schreiben, hätte sich Prose aber weniger von Hemingway oder Woody Allen inspirieren lassen sollen, meint der Kritiker, sondern lieber selbst ein wenig Pariser Luft atmen sollen.
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