Susanne Phillipps

Tezuka Osamu

Figuren, Themen und Erzählstrukturen im Manga-Gesamtwerk
Cover: Tezuka Osamu
Iudicium Verlag, München 2000
ISBN 9783891298107
Broschiert, 433 Seiten, 35,79 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Tezuka Osamu (1928-1989) schuf ein eigenes Universum an Figuren, eine Ansammlung typischer Erzählmuster und ein Repertoire ihm eigener graphischer Umsetzungen, die im Lauf der Jahrzehnte zu einem festen Wissensbestand des Publikums wurden und seinen Status als "Klassiker" der modernen Manga begründeten: Er etablierte die Manga als erzählende Ausdrucksform neben textuellen und audiovisuellen Erzähl- bzw. Darstellungskünsten. Dieses Buch nähert sich dem Gesamtwerk Tezukas mit einem erzähltheoretischen Ansatz: Ein systematischer Überblick über Manga, die Tezuka zwischen 1947 und 1989 zeichnete, vollzieht seine Entwicklung als Zeichner in drei Schaffensphasen nach, in denen er zunächst eher klassische, dann romantisch-phantastische und schließlich realistische Erzählweisen anwandte...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2001

Tezuka Osamu war der japanische "Gott der Comics" und rangierte mit seinen zu Lebzeiten verfassten 700 Mangas und 60 Zeichentrickfilmen in der Wertschätzung des Volkes knapp hinter dem Tenno. Susanne Phillips untersucht sein Werk mit an anderen, verwandten Medien - Film und Genreliteratur, insbesondere Krimis und Schauerromane - gewonnenen Analysemethoden. Sie teilt Osamus Werk in drei Phasen ein, "eine klassische, eine romantisch-phantastische und realistische". Von den Kinder-Mangas habe sich sein Stil zur Darstellung "nationaler, politischer, ökologischer und religiöser Konflikte" entwickelt, bis hin zu seinem unvollendeten Faust-Comic "Neo-Fausuto". Rezensent Steffen Gnam beschränkt sich fast ausschließlich auf eine Inhaltswiedergabe, zuletzt wird die vorher implizite positive Einschätzung explizit: die "komplexe Studie" nähert sich "einer möglichen Grammatik der Manga an."
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