Die Organisation der Vereinten Nationen hat mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung Zusammensetzung und Tätigkeitsfelder erheblich ausgeweitet. Unabhängig vom Urteil über die Arbeit der UNO besteht bei Kennern Konsens darüber, dass die Organisation gründlich reformiert werden muss, weil Strukturen und Verfahren nicht mehr den welt-politischen Realitäten des 21. Jahrhunderts entsprechen. Dieses Lehrbuch führt in die zentralen Tätigkeitsfelder der UNO ein, bewertet ihre Reformperspektiven und diskutiert die Rolle der Weltorganisation in der internationalen Politik des 21. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.11.2002
Dieses Buch über die UN konnte zwar den aktuelle Irak-Konflikt nicht mehr aufnehmen, doch befasst es sich trotzdem mit "genau jenen Punkten", die die Debatte um diese Auseinandersetzung bestimmen, meint Stefan Ulrich. Als die drei Hauptpunkte dieses Bandes macht der Rezensent die Friedenssicherung, den Menschenrechtsschutz und den Themenkreis "Wirtschaft, Entwicklung und Umwelt" aus. Er lobt in seiner knappen Kritik die Studie als "dicht" und "faktenreich" und attestiert den beiden Autoren, in ihrer Beschreibung der UN und ihrer Funktionsweise durchaus zur "Analyse" durchgedrungen zu sein. Lediglich die Einschätzungen der Autoren, dass die Friedenssicherung durch die UN in Zukunft erfolgreich sein wird, schätzt Ulrich angesichts des noch offenen Irak-Konflikts möglicherweise als zu "optimistisch" ein.
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